
Ziel: Durchführung eines tiergestützten Projektes für mittelschwer bis schwerst dementiell erkrankte Bewohner/innen unserer Wohngemeinschaften
Demenz ist eine komplexe Erkrankung, die das Gedächtnis, das Denken und das Verhalten beeinträchtigt. Betroffene Menschen können Schwierigkeiten haben, sich an alltägliche Dinge zu erinnern, was oft zu sozialer Isolation und emotionalen Problemen führt. Tiergestützte Therapie bietet hier eine vielversprechende Unterstützung
Durch den Kontakt mit Tieren, wie Hunden, Katzen oder sogar Alpakas, können positive Emotionen und Erinnerungen geweckt werden. Die Anwesenheit von Tieren hat eine beruhigende Wirkung, fördert die soziale Interaktion und kann Angstzustände sowie Stress reduzieren.
Studien zeigen, dass die Interaktion mit Tieren die Kommunikationsfähigkeit und das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz verbessern kann. Die Berührung von Tieren aktiviert das limbische System, das mit Emotionen verbunden ist, und kann so das Gefühl von Freude und Geborgenheit fördern
In unseren vier ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben bis zu acht Personen, die beispielsweise an einer Demenz erkrankt sind, in einer geräumigen Wohnung zusammen. Unser Wohngemeinschaftsteam bietet rund um die Uhr Betreuung für die Bewohner/innen an. Viele von ihnen sind stark dement und benötigen intensive Pflege, wodurch eine Kontaktaufnahme zunehmend schwierig wird.
Im vergangenen Jahr haben wir testweise mit Hilfe von Spendengeldern Monis Tierfarm eingeladen. Frau Posmik brachte mit einem Kleinlaster ihre ausgebildeten Alpakas, Schafe, Hähne, Meerschweinchen und Hasen mit und ermöglichte unseren Bewohner/innen den Kontakt zu diesen Tieren. Gemeinsam mit den Angehörigen stellten wir fest, dass selbst unsere schwerst dementen Bewohner/innen plötzlich hellwach und aufmerksam waren, als sie die Tiere streichelten und liebkosten.
Da sich zwei unserer Wohngemeinschaften im ersten Stock befinden, fand die Veranstaltung im Garten des benachbarten Kindergartens „der Königskinder“ statt. Einige Kinder aus einer Kindergartengruppe hatten die Möglichkeit, an dieser Aktion teilzunehmen, was ein weiteres Highlight für unsere Bewohner/innen darstellte. Es war bereichernd, die Kinder im Umgang mit den Tieren zu beobachten.
Sowohl unsere Angehörigen und Bewohner/innen als auch die Kinder des Kindergartens wünschen sich nun sehnlichst weitere Besuche von Monis Tierfarm.
Ein besonderer Dank geht an die Münchner Stiftungsverwaltung, die uns für das Jahr 2026 Besuche der Monis Farm für die Wohngemeinschaften ermöglicht.
